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Akzeptanz Podcast

Akzeptierst Du Dich selbst?

Diese Podcastreihe besteht aus 5 Teilen.

Einen ausführlichen Artikel über Selbstakzeptanz kannst Du in meinem Blog lesen.

1. Teil Selbstakzeptanz

Ich stelle mich vor und spreche über Selbstakzeptanz.

2. Teil Warum sind wir uns nicht genug?

Ich gehe darauf ein, warum wir uns selbst so kritisch gegenüberstehen.

Fehlerakzeptanz ist in unserer Kultur noch nicht sehr verbreitet.

Was passiert wenn wir uns dauernd selbst beschimpfen?

  • Wir lehnen uns ab und kämpfen gegen uns selbst. Das kostet wertvolle Energie und bringt nichts außer dass wir uns schlecht fühlen.
  • Wir beeinflussen auch unsere Umgebung negativ: Wenn wir uns selber als Dummkopf oder Eierloch titulieren brauchen wir uns nicht wundern, wenn andere das auch tun.
  • Wir konzentrieren uns auf das Negative und erschaffen mehr davon: Wir programmieren uns auf Abwertung in allen Lebensbereichen.
  • Wenn wir glauben wir sind nicht okay führt das dazu, dass wir uns verstellen, damit wir akzeptiert werden. Dann fühlen wir uns nicht wohl weil wir nicht wir selber sei können.

Der Selbstoptimierungs-Wahn

Ich will mich nicht besser an diese hektische Welt anpassen und hinter unerreichbaren Idealen hinterherlaufen. Das ist ineffizient und frustrierend. Deswegen definiere ich Selbstoptimierung so:

Ich will mich wohl in meiner Haut fühlen und meine optimale Realität erschaffen.

Ich erzähle von meinem Selbstversuch Selbstakzeptanz.

Was bringt mehr Selbstakzeptanz?

  • Vertrauen in uns selbst
  • Emotionale Stabilität
  • Großzügigkeit und Toleranz anderen gegenüber
  • Macht uns attraktiv – für uns und andere
  • Macht uns erfolgreich: konstruktive Kritik können wir besser annehmen und umsetzen ohne dass sie uns wehtut

Wo stellt Ihr bei Euch fehlende Selbstakzeptanz fest?

3. Teil: Wo es mir noch an Selbstakzeptanz fehlt

Was mir fehlt ist Geduld. Ich hadere mit dem Tempo meines Fortschritts in meiner persönlichen Entwicklung. Es geht mir oft zu langsam. Da zeigt sich das: „Ich bin nicht gut genug“.

1. Mein Tempo zu akzeptieren, daran arbeite ich gerade.

2. Mein Körper

Warum haben besonders wir Frauen damit ein Problem?

Lange Zeit haben nur die Stellen meines Körpers Aufmerksamkeit bekommen, mit denen ich unzufrieden war.

Ich nehme mir jetzt mehr Zeit meinem Körper regelmäßig für sein gutes Funktionieren zu danken. Er funktioniert prima und ich habe keine gesundheitlichen Probleme. Es ist ein Skandal wie lieblos und gedankenlos ich ihn oft behandele.

Positive Folgen meiner steigenden Selbstakzeptanz

a. Ich verurteile weniger

Jemand extrem Übergewichtigen: Wie kann man sich nur so gehen lassen? Heute sehe ich dort einen Menschen.

b. Mein innerer Monolog ist viel positiver geworden

Wenn ich mich doch mal wieder in die Pfanne haue, merke ich das jetzt eher und kann das bewusst ändern.

c. Wertschätzung von anderen wahrnehmen

Anerkennung von anderen kommt bei mir eher an und ich kann mich darüber freuen anstatt automatisch in Abwehrhaltung zu gehen.

Herausforderung: Mein Ziel ist ein Leben nach dem Grundsatz: Wir müssen uns nichts verdienen. Wir sind hier. Das reicht.

Ich habe mir angeschaut, wo ich Akzeptanz anderer bisher nicht annehmen kann und warum das so ist. Da gibt es bei uns allen noch viele Schätze zu heben.

In der Theorie bin ich deutlich besser als in der Praxis. An der Art wie stark mein innerer Widerstand gegen diesen Grundsatz ist, kann ich ablesen wie es um meine Selbstakzeptanz steht.

Selbstakzeptanz ist nicht statisch. Wenn ich gut drauf bin, kann ich mich besser akzeptieren. Wenn ich schlecht drauf bin falle ich eher in alte Muster zurück.

4. Teil: 12 Inspirationen für mehr Selbstakzeptanz

1. Vergleichen garantiert miese Laune

Wenn Du Dich beim Vergleichen erwischst, dann konzentriere Dich auf etwas anderes. Dazu brauchst Du nur 10 Sekunden.

2. Unnötiges Frustrationspotential

Wenn wir uns Ziele setzen, die unrealistisch sind, enttäuschen wir uns selbst und verurteilen uns dann.

So produzieren wir offene Schleifen:

  • Wir versprechen uns im Frühjahr dreimal in der Woche zu laufen oder ins Fitnessstudio zu gehen.
  • Wir wollen schon ewig den Dachboden, den Keller oder die Garage aufräumen.
  • Wir nehmen uns vor endlich wieder Kontakt zu alten Freunden aufzunehmen.

Das schafft Platz und Energie für mehr Selbstakzeptanz.

Ich versuche mir machbare Ziele zu setzen und werfe sie raus, wenn sie zu viel Frust erzeugen: So schleppe ich deutlich weniger offene Schleifen mit mir herum. Beispiel: meine Webseite neu zu gestalten. Welche Deiner „guten“ Vorsätze haben sich überlebt und gehören auf den Kompost?

Kein Mensch braucht ein permanent schlechtes Gewissen.

3. Das schlechte Gewissen zeigt den Weg zu mehr Selbstakzeptanz

Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe fühle ich mich unwohl. Es bringt mich weiter, die Ursache dafür herauszubekommen. An der kann ich arbeiten.

Ich kann dort Akzeptanzarbeit leisten wo ich mich klein fühle. Ich frage mich z.B.: Habe ich ein schlechtes Gewissen weil ich Erwartungen von außen nicht erfülle?

Beispiel: Meine Kinder

Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe wegen meiner Kinder frage ich sie was sie brauchen. Oft ist alles im grünen Bereich. Ansonsten weiß ich dann was zu tun ist und das schlechte Gewissen ist weg.

4. Annehmen was ist: Mit schlechter Laune umgehen

Wenn wir annehmen wie es uns geht hören wir auf zu kämpfen und das entspannt die Situation sehr.

In meiner Familie kommunizieren wir, dass wir schräg drauf sind. Das habe ich vor vielen Jahren angefangen und meine Kinder machen es mir nach. Jeder kann sich so darauf einstellen.

Es wird bei uns nicht als Versagen gewertet schlechte Laune zu haben.

Im Gegenteil. Ich gebe positives Feedback wenn meine Kinder gut mit dieser Herausforderung umgehen.

5. Mit uns arbeiten und nicht gegen uns

Viele meiner Klienten kämpfen mit sich selbst. Das ist nicht nur anstrengend sondern macht auf Dauer krank. Meiner Meinung nach werden viele Autoimmunerkrankungen durch diesen ständigen Kampf verursacht. Oft stelle ich mit meinen Klienten zusammen fest, dass das Kämpfen früher wichtig und sinnvoll war, jetzt aber nicht mehr notwendig ist.

6. Sich selbst verzeihen

hilft die Ist-Situation zu akzeptieren und ermöglicht Weiterentwicklung.

Nach einem Streit denke ich: Ich wünschte wir hätten nicht gestritten.

An der Situation ist aber nichts zu ändern. Umformulieren und weg von der Schuldfrage gehen öffnet dann den Blick nach vorne: Wir haben uns gestritten, was kann ich tun?

Beispiel für Folgen des Sich-nicht-verzeihens:

Eine Frau meint, sie verdient keine Freunde weii lsie sich nicht verzeihen kann.

7. Wo bin ich authentisch und wo nicht?

Die Basis von Authentizität ist Selbstakzeptanz. Mehr Authentizität zu leben führt zu mehr Selbstakzeptanz, weil wir so agieren wie wir sind. Wir fühlen uns wohl in unserer Haut.

Ich rate meinen Klienten in Konfliktsituationen so authentisch zu bleiben wie möglich und damit die Karten offen auf den Tisch zu legen. Das provoziert deutlich weniger Gegenwind und bekommt mehr Akzeptanz beim Gegenüber.

Wie kann ich Authentizität üben? Eine Möglichkeit ist:

Random acts of kindness = Mutwillige Freundlichkeit gegenüber Fremden

Mir macht es Spaß, fremde Leute in der Öffentlichkeit anzusprechen:

  • In der Schlange beim Bäcker.
  • Ich verteile gerne Komplimente.
  • Das löst positive Gefühle aus und transportiert Akzeptanz. Im Idealfall gehen beide Parteien mit einem Lächeln ihres Weges.

8. Dazugehören

Wir sind soziale Wesen. Wenn wir ausgegrenzt werden tut uns das weh. Ich bekomme durch meine 3 Schulkinder mit wie schnell Ausgrenzung passiert.

Meine 15-Jährige Tochter erzählt mir, dass sie zwar akzeptiert wird, aber nicht so wie sie wirklich ist.

Ich bin in vielen Gruppen, die wertschätzend miteinander umgehen. Mit meinen Freunden, in meinen Meetups, in der Flüchtlingshilfe und in meinen Facebookgruppen gehen wir achtsam miteinander um. Der wertschätzende Umgang miteinander sorgt für mehr Selbstakzeptanz bei allen Beteiligten.

9. Unangenehme Situationen meistern

Als mein Sohn Probleme mit einer Lehrerin hatte war klar: Die Situation muss ich klären. Konflikten gehe ich sonst lieber aus dem Weg.

In heiklen Situationen versuche ich den Standpunkt meines Gegenübers zu verstehen. Seine Realität ist genauso valide wie meine. Ich muss das nicht gut finden. Wenn ich verstehe was er fühlt und nicht bewerte, bin ich auf Augenhöhe. Dann ist es viel einfacher gemeinsam eine Lösung zu finden.

10. Ziel: Ich fühle mich gut genug

Auch ich bin mit dem Mangelgefühl Ich bin nicht gut genug groß worden. Meine Eltern haben mich so gut behütet wie sie konnten. Trotzdem war meine Selbstakzeptanz mit 20 Jahren minimal. Ich habe mich sehr über das Außen definiert. Das hat langfristig zu einer Depression geführt. Seither durfte ich viel lernen und kann deswegen authentisch von meinem langen Weg zu mehr Selbstakzeptanz erzählen.

Jetzt nehme ich das Mangelgefühl wahr und schaue wo es herkommt.

11. Zu mir stehen wenn mir etwas nicht gut tut

Wir brauchen mehr einfühlsamen Kontakt zu uns selbst. Wenn uns etwas zu viel wird sollten wir das wahrnehmen und uns schützen. Dafür stehe ich jetzt nicht zur Verfügung braucht keine Begründung.

12. Erfolge transparent machen

Du willst Lob von anderen? Lobe Dich zuerst. Dein Spiegelbild wird Dich auch erst anlächeln wenn Du es tust.

  • Immer mehr Menschen führen ein Erfolgstagebuch. Das bringt Transparenz, was wir alles über einen längeren Zeitraum geschafft haben.
  • Weil mir ein Erfolgstagebuch zu aufwändig ist notiere ich mir jeden Tag kurz im Kalender was los war.
  • Je öfter wir uns Anerkennung geben desto heller leuchtet unsere Welt und umso schöner wird unser Leben.

5. Teil: 10 Übungen für Deine Selbstakzeptanz

1. Drei Spiegelübungen

Schenk Dir jeden Morgen ein Lächeln und begrüße Dich freundlich.

b. Schreib Dir an den Spiegel

Ich muss nicht perfekt werden, ich bin es. Wenn Dir das schwerfällt ist das die richtige Übung für Dich.

c. Schau in den Spiegel und sage:

  • Ich bin glücklich
  • Ich bin gesund
  • Ich bin gut so wie ich bin

d. Sei freundlich zu Dir

beobachte deinen inneren Monolog und versuche liebevolle einfühlsame Selbstgespräche zu führen. Stell Dir vor Du redest mit einem Kleinkind oder einem Liebhaber.

Wiederhole: Ich bin wertvoll

  • Ich bin es wert, glücklich zu sein
  • Ich bin es wert, anerkannt zu werden
  • Ich bin es wert…

3. Übungen für das Selbstwertgefühl

Nutze Deine Stärken

Auf Deine Stärken kannst Du Dich immer verlassen. Kennst Du sie? Schreibe 5 Stärken auf. Wenn Dir keine einfallen, frage Menschen in Deiner Umgebung.

Hier einige Beispiele wie Du Deine Stärken kreativ einsetzen kannst:

  • Großzügigkeit: Verschenkst Du gerne etwas? Schenke Dir selbst etwas.
  • Verzeihen: Du kannst gut verzeihen? Verzeihe Dir selber jeden Tag etwas.
  • Lebensfreude: Du bist oft gut drauf? Drücke das einmal anders aus: Trage verrückte Farben oder eine Blume im Haar.
  • Humor: Bring Dich zum Lachen.
  • Dankbarkeit: Zeige Menschen Deine Dankbarkeit, die sie sonst nicht sehen.
  • Fairness: gilt auch für Dich. Achte darauf, ob Du heute fair behandelt wurdest. Tritt für Dich ein und sag etwas, wenn das nicht so war.

4. Der Konjunktiv dreht die Energie

In dem Moment wenn wir den Konjunktiv benutzen klinken wir uns in eine andere Wirklichkeit ein, die ein Stück wahrer wird.

  • Was wäre wenn, ich mich so annehme wie ich bin?
  • Was wäre wenn ich nicht jedem gefallen will?
  • Was wäre wenn ich mir … verzeihen könnte?

5. Dem inneren Kritiker Grenzen setzen

Schau Dir Deine Stärken an und das was Du geschafft hast, wenn der innere Kritiker Überstunden macht. Frag Freunde oder Familie, wenn Dir das schwer fällt.

6. Mach eine Liste

  • Was akzeptiere ich an mir?
  • Was will ich noch lernen zu akzeptieren?

7. So findest Du heraus wie Du Dich behandelst

Lass den Tag Revue passieren. Wie sprechen die Leute mit Dir? Lässt Du Dich schlecht behandeln? Das könnte ein Hinweis darauf sein, freundlicher zu Dir zu sein.

8. Meditiere: Verbinde Dich mit dem wohligen Gefühl gut zu sein so wie Du bist.

Suche Dir dazu passende Musik und finde Affirmationen wie: Ich bin zufrieden mit mir.

9. Sorge für Dich

Stell Dir Dein Selbst als eine Pflanze vor, die Du täglich pflegst. Sie muss nicht groß sein, sie darf bunt sein oder Stacheln haben. Hauptsache, Du schätzt sie.

10. Schaffe Dir einen inneren Kraftort

Wir brauchen alle einen Raum der Ruhe, in den wir uns zurückziehen und Energie tanken können. Deinen inneren Kraftraum kannst Du überallhin mitnehmen.

Übungen und Inspirationen zu Selbstakzeptanz findest Du auch auf meinem Blog.

Von Inge Schumacher

Ich heiße Inge Schumacher und bin Heilpraktikerin. Ich bin Expertin für Unsichtbares und blogge auf Deutsch und Englisch.

Meine Hompage ist: https://ingeschumacher.me/

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