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Glück Podcast

Über das Glück

Hier gibt es 6 mal Glück auf die Ohren.

1. Glück ist dynamisch

Wir alle streben nach Glück: In der amerikanischen Verfassung ist das Streben nach Glück = „the pursuit of happiness“ sogar als Grundrecht festgeschrieben.

Glück ist, wie alle Gefühle, auf der Durchreise: Es kommt und geht. Dafür hat die Evolution gesorgt. Wenn wir richtig glücklich sind, schweben wir auf Wolke 7 und achten nicht auf den potentiellen Säbelzahntiger hinter uns. Das hat dazu geführt, dass wir schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück finden.

Wir können nur ein Gefühl auf einmal haben

Das nutzen unsere Kinder aus, wenn sie so richtig Mist gebaut haben und dann an unseren Humor appellieren. Wenn wir lachen, können wir nicht länger wütend auf sie sein.

Wir können unsere Gefühle bewusst steuern. Deswegen stehe ich mit Dankbarkeit morgens auf. Ich mache mir bewusst für was ich alles dankbar bin und dann ist weniger Platz für negative Gefühle.

Unser Glücksempfinden ist unterschiedlich

Wenn wir glücklich sind, verwöhnt uns unser Körper mit einem Hormoncocktail:

  •     Serotonin = Glückshormon, Depressive haben davon zu wenig
  •     Oxytocin = erzeugt Bindung
  •     Dopamin = Antriebssteigerung und Motivation

Zum einen bestimmen unsere Gene wie unser Hormonhaushalt aussieht. Das Gen, das für den Serotonintransport zuständig ist, hat großen Einfluss auf unser Glücksempfinden. Deswegen neigen einige Menschen eher zu Depressionen als andere: Der Serotoninhaushalt gerät bei ihnen leichter aus dem Gleichgewicht.

Aber unsere Gene sind nicht in Stein gemeißelt. Die Epigenetik beschäftigt sich damit, dass sie sich im Laufe des Lebens verändern.

Beispiel: Meine Depression

In meiner Familie gibt es eine Neigung zu Depressionen: Meine beiden Omas hatten depressive Episoden. Nach meiner Depression habe ich angefangen in meinem Leben aufzuräumen und mich besser kennenzulernen und sorge so aktiv für meine psychische Gesundheit.

Schau bewusst darauf, was Dir ein Grinsen ins Gesicht zaubert. – Das ist Glück.

2. Glück ist kein Zufall

Wir Deutschen sind ziemlich glücklich

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland unter den ersten 10 auf der Liste der glücklichen Länder. Spitzenreiter sind Australien und Kanada.

Dies zeigt die aktuelle Global Happiness Study des Meinungsforschungsinstituts Ipsos: 78 Prozent der Befragten bezeichnen sich als glücklich. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Es geht uns gut

Das liegt sicher daran, dass unsere Grundbedürfnisse befriedigt sind. Wir haben außerdem die Freiheit uns selbst zu verwirklichen und das sind gute Voraussetzungen für das Streben nach Glück. Wenn ich um das Überleben kämpfe, habe ich andere Prioritäten.

Zufallsglück existiert für mich nicht

Oft werden zwei Arten von Glück unterschieden.

  1. Als Zufallsglück wird das bezeichnet was nicht beeinflussbar scheint. Es kommt plötzlich und unerwartet wie z.B. ein 6er im Lotto.
  2. Das Lebensglück gestalte ich selbst z.B. durch Familie, Liebe, Beruf und Freizeit.

Wir erschaffen ständig unserer Realität und alles was wir aussenden wird reflektiert durch das, was wir erleben. Nichts im Leben passiert meiner Meinung nach zufällig. Manches kann sehr überraschend sein und wird dann als glücklicher Zufall interpretiert.

Glück ist nicht materiell

Darin sind sich viele von uns einig. Ab einem durchschnittlichen Einkommen steigt das Glücksgefühl nicht mehr.

Das Schicksal von Lottomillionären beweist das. Die veränderten Umstände scheinen auf sie wie jede andere große Herausforderung zu wirken. Manche kommen damit zurecht und andere nicht. Wenn wir hoffen, dass wir dann glücklich werden, wenn wir endlich mehr Geld auf dem Konto haben dann machen wir uns etwas vor.

Unsere Welt ist keine Insel der Glückseligen

Leider leben wir in der Dualität und nicht in Utopia: Es gibt zu allem eine Kehrseite: Liebe und Hass, Gesundheit und Krankheit. Diese Dualität ist die Basis unserer Realität.

3. Was steht meinem Glück im Weg?

Glück jetzt und nicht später

Unser Glück sollten wir nicht in die Zukunft verschieben, auf dann wenn wir endlich ein wichtiges Ziel erreicht haben: Ein Examen oder den neuen Job. Wir dürfen hier und jetzt glücklich sein.

Elisabeth Kübler-Ross hat viele Jahre lang Sterbende begleitet. Was Sterbende uns mit auf den Weg geben ist, dass wir unser Leben nutzen sollen um das zu tun was uns am Herzen liegt und um glücklich zu sein. Viele bedauern, dass sie das Glücklich sein auf später verschoben haben.

Was steht Deinem Glück im Weg?

1. Angst

Angst ist eine Emotion, die wir alle gut kennen. Sie gehört zu unserem emotionellen Grundgerüst dazu. Wie wir mit Ängsten umgehen ist wichtig für unser Glücksempfinden. Denn wir brauchen ein gewisses Maß an innerer Sicherheit um Glückmomente wahrnehmen zu können.

Unbefriedigende Lebenssituationen werden oft aus Angst aufrecht erhalten anstatt das Risiko von Veränderung einzugehen.

Das einzige, was wir tun können um mit unseren Ängsten klarzukommen ist tiefe Wurzeln zu bilden, die uns festhalten wenn die Winde der Veränderung wehen.

2. Kontrolle

Aus Angst vor unliebsamen Überraschungen versuchen wir unser Leben durch Kontrolle sicherer zu machen. Was nicht funktioniert, denn das Leben besteht aus ständiger Veränderung und starke Kontrolle schränkt uns nur ein. Wir erschaffen unsere Realität dann optimal, wenn wir die Zügel lockerer lassen.

Trau Dich, stückweise Kontrolle abzugeben. Setze den Kurs und bleibe im Flow. Das bedeutet nicht, dass Du weniger determiniert bist ein Ziel zu erreichen. Die Art und Weise wie Du dorthin kommst ist nur eine andere.

Je mehr Du Dir vertraust, dass Du nicht an der nächsten Klippe zerschellst, umso sicherer fühlst Du Dich. 

3. Perfektionismus

Mein Perfektionismus ist eine wunderbare Ausrede fürs Nicht-Tun. Er hindert mich daran anzufangen, denn ich bin ja noch nicht gut genug. Diese und andere Ausreden zu entlarven ist wichtig um glücklich zu werden.

4. Vergangenheit und Schuldgefühle

Viele von uns verurteilen sich für Dinge, die sie in der Vergangenheit getan oder nicht getan haben oder die wir erleiden mussten. Wenn wir uns mit unserer Vergangenheit nicht versöhnen holen wir diese negativen Gefühle immer wieder zurück. Dann ist kein Platz mehr übrig für das Glück.

4. Was Du für Dein Glück tun kannst

Ich habe viel über Glück gelesen und mit Menschen gesprochen. Diese Liste ist dabei herausgekommen. Ich hoffe, sie hilft Dir dabei mehr Glücksmomente zu erschaffen.

  • Gesundheit: Sorge für
  • genug Schlaf
  • gutes Essen
  • Alkohol in Maßen
  • Soziale Kontakte
  • Umgib dich mit Menschen, die Dir gut tun
  • Freunde suchen wir uns aus
  • Lerne Dich selbst gut kennen
  • Arbeite daran die eigenen Gefühle zu verstehen
  • Nutze Deine Resilienz: Wie kannst Du Dich selbst unterstützen?
  • Selbstwirksamkeit: Erlebe Dich als Gestalter Deines Lebens und nicht als Opfer
  • Du erschaffst Deine Realität
  • Du machst einen Unterschied
  • Mache Sinn-volles
  • Es macht glücklich, den Sinn Deines Handelns zu sehen
  • Nicht die Menge, sondern die Qualität Deines Tuns ist entscheidend
  • Sei aktiv bis ins hohe Alter
  • Körperlich und geistig fit sein macht Spaß
  • Was Du nutzt bleibt erhalten
  • Sprich über das Positive in Deinem Leben
  • Das macht es Dir bewusster
  • Es verbreitet positive Energie
  • Akzeptanz
  • Wut und Ärger sind auch nur Gefühle, die vorbei gehen. Lass sie ziehen.
  • Gib dem Negativen weniger Raum. Es ist da und gehört zum Leben dazu.
  • Humor
  • Sei ein Mensch, der über sich lachen kann. Das nimmt dem Leben viel Härte.
  • Nimm Dich nicht so wichtig: Auch die anderen kreieren ihre Realität. Nicht jede abfällige Bemerkung ist auf dich gemünzt.
  • Flexibilität
  • Wenn Du leicht die Perspektive wechseln kannst hast Du mehr Möglichkeiten zu reagieren.
  • Lerne dazu, das schafft mehr Optionen um glücklich zu sein.
  • Sei neugierig
  • Strebe nach Weiterentwicklung.
  • Normale Bildungswege sind zweitrangig zum Glücklich sein. Das Abitur allein macht nicht glücklich. Vielleicht hilft es aber etwas zu erreichen, das glücklich macht.

5. Glück und Neid

Glück und Neid

Wir wünschen einander Glück zum Geburtstag, zu Prüfungen oder für eine sichere Reise. Das ist fester Bestandteil unserer Kultur. Wir verschenken deswegen auch gerne Glückssymbole

Vierblättriges Kleeblatt: Eines zu finden bedeutet Glück, da sie selten sind. Früher wurde es in die Kleidung eingenäht um Reisende zu beschützen.

Schwein:Marketingexperten nutzen diese Glückskultur um uns Produkte mit einem Glücksversprechen zu verkaufen: Vom Balsamico Essig bis zur Zeitschrift mit dem Namen happiness.

Lass Dein Glück ansteckend sein!

Der Neidfaktor

Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. Erzählen wir anderen von Dingen, die uns glücklich machen, teilen wir ein gutes Gefühl. Schön ist, wenn sich unser Gegenüber auch darüber freuen kann. Es besteht aber die Gefahr, dass er sich ausgeschlossen fühlt.

Der Grad zwischen Glück mit-teilen und prahlen ist schmal.

Mein Neidmuskel ist glücklicherweise unterentwickelt. Ich freue mir gerne ein Loch in den Bauch für andere. Das ist eine Bereicherung für mich und vereinfacht die Arbeit mit meinen Klienten.

Empathie hilft

Mit ein wenig Empathie gewürzt solltest Du Dein Glück teilen, finde ich. Dazu sollte Dir bewusst sein was mitschwingt.

Kommunikation von Glück auf Augenhöhe

 Bei mir regt sich sofort Widerstand, wenn jemand angibt, predigt oder missioniert. Dann kommt bei mir an als: Ich weiß es besser und Das was Du tust ist falsch. Ich fühle mich dann klein.

Angebote machen und von sich erzählen ist okay. So versuche ich das in meinen Blogartikeln und in meiner Praxis. Denn keiner von uns ist mehr wert als ein anderer.

Erwischt!

Wenn, ich merke, dass ich negativ reagiere, wenn jemand sein Glück teilt, habe ich eine Aufgabe zum Hinsehen gefunden. Da lohnt es sich nachzuforschen anstatt automatisch auf Abwehr zu gehen. Was genau hat mich getriggert und warum? Wo habe ich einen Mangel, den es zu beheben gilt?

Helfe anderen glücklich zu sein und Du wirst es selber?

Ich bin damit so nicht einverstanden

Momentan lese ich immer wieder im Rahmen von Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung, dass man andere glücklich machen soll. Z.B.:

Wir können erst dann unsere Energie verschenken und anderen helfen, wenn wir genug davon haben. Inge

Zuerst muss es mir gut gehen bevor ich andere unterstützen kann.

Das habe ich mühsam gelernt als meine Kinder klein waren und ich regelmäßig über meine Grenzen gegangen und auf die Nase gefallen bin. In meiner Verantwortung liegt es, sich zuerst um mich zu kümmern. Erst dann kann ich Energie sammeln, die ich dann mit anderen teilen kann.

Seit meine Kinder größer sind, unterstütze ich mehr außerhalb meiner Familie. Ich habe mir als Selbstständige und Nichtalleinverdiener die Voraussetzungen dafür geschaffen. Außerdem ist einer meiner grundlegenden Werte andere zu unterstützen.

Weg mit dem schlechten Gewissen. Du kommst zuerst.

6. Deine Glücksliste

Gefühle sind auf der Durchreise. Wenn iDuhr aus einer schlechten Laune herausfinden willst, kann eine Glücksliste Inspirationen dazu liefern.

Hier zwei Beispiele: Von einer lieben Blogger-Kollegin und von mir.

Die Bloggerexpertin Anna Koschinski https://koschinski-kommunikation.com/  hat eine Glücksliste in ihrem Blogartikel Was wirklich wichtig ist veröffentlicht, die ich teilen darf.

1. Annas Glücksliste

Das kann ich ganz alleine herstellen:

  • Einen richtig guten Kaffee trinken (gehen).
  • Frühstücken gehen (zuhause ist es auch schön, aber ein Frühstücksbuffet ist noch mal besser).
  • Spazieren gehen (am liebsten durch den Wald, aber Park tut´s auch).
  • Musik hören (laut) und
  • dazu tanzen (egal ob in der Disko oder in der Küche) und
  • dazu singen (das dann doch lieber nicht in der Disko).
  • Eis essen (in der Eisdiele ist schon mega – aber zur Not geht auch eins auf die Hand).
  • In der Sonne sitzen.
  • Joggen gehen.
  • Einen Sonnenuntergang anschauen.
  • Etwas schreiben (am besten per Hand).
  • Malen.
  • Ein neues Buch kaufen.

Dafür brauche ich andere Menschen:

  • Gute Gespräche.
  • Rumtoben mit meinem Sohn.
  • Filme schauen (ich weiß, dass das auch alleine geht, macht aber nicht so glücklich).
  • In einer Bar an der Theke sitzen und ein Glas Wein trinken (geht auch alleine, ist dann aber eher uncool).

2. Inges Glücksliste

Glück, in das ich viel Zeit investiere

  • Lachen und Humor
  • Mit der Familie sein
  • Die Arbeit mit meinen Klienten
  • Ein Blogartikel schreiben und veröffentlichen
  • Ehrliche Gespräche und Austausch
  • Alles was mit Island zu tun hat 

Schnelles Glück

  • Eis, unabhängig vom Wetter
  • Gutes Essen
  • Blühendes und Essbares in unserem Garten
  • Bücher und Antiquariate
  • Ein Ausflug ans Meer oder den Hamburger Hafen
  • Eine warme Dusche
  • Überraschende Begegnungen

Was steht auf Deiner Glücksliste?

Wir können ganz viel für unser Glück tun. Und, wenn unsere Energie reicht, auch für andere.

Mehr über meine Einsichten zu Glück kannst Du hier lesen:

Von Inge Schumacher

Ich heiße Inge Schumacher und bin Heilpraktikerin. Ich bin Expertin für Unsichtbares und blogge auf Deutsch und Englisch.

Meine Hompage ist: https://ingeschumacher.me/

Eine Antwort auf „Über das Glück“

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