Inspirationen für 2021

Eine liebe Freundin hat mir ein besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht: Sie hat mir eine Frage für jeden Monat in einen Umschlag verpackt. Diese teile ich hier.

Ob Du diese Inspiration sofort beantwortest oder den ganzen Monat wirken lässt ist egal. Nimm Dir ein wenig Zeit und schreibe es auf. Es lohnt sich.

Inspiration des Monats Januar

Was hast Du in den letzten 12 Monaten über Dich gelernt?

Ich habe gelernt, dass

  • Schwäche zeigen eine Stärke ist
  • Ich das Leben lebe, von dem ich immer geträumt habe – dazu war die Corona-Zeit gut geeignet, ich habe viel nachgedacht!
  • Ich ein Talent für Trauma-Heilung habe
  • Ich auf dem richtigen Weg bin, auch wenn manches lange dauert
  • Ich wunderbare Freunde habe

Inspiration des Monats Februar

Welche Entscheidung, die Du in 2021 triffst, könnte die wichtigste für dieses Jahr sein?

Jede Entscheidung, die wir treffen, kommt aus dem Jetzt. Hier erschaffen wir unsere Realität immer wieder neu.

Ich wünsche mir, dass es mir künftig leichter fällt immer wieder die Entscheidung für mich zu treffen. Ich bin an den Rand meiner Möglichkeiten gekommen, meine Rollen, deren Ausprägung noch viel zu sehr von außen kommen zu meiner Zufriedenheit auszufüllen. Ich schaffe es nicht, gleichzeitig

  • Hausfrau
  • Mutter
  • Homeschooling-Lehrerin
  • Partnerin
  • Heilerin
  • Freundin
  • Tochter
  • Schwester

zu sein. Mir ist klar geworden, dass ich immer noch nach Idealen strebe, die unrealistisch sind. Entscheidend ist, dass ich mir selbst treu bleibe bei allen Interaktionen mit anderen Menschen.

Ich wünsche mir mich in allen Rollen mehr auszudrücken und die starren Regeln, wie etwas zu laufen hat endlich aus dem Fenster werfen zu können.

Inspiration des Monats März

Wenn Du eine Idee unter die Menschen bringen könntest, welche wäre es?

Mir hüpfen tausend Ideen im Kopf herum. Ich suche den gemeinsamen Nenner. Dieser Nenner ist Wertschätzung für uns selbst.

Ich stelle in meinen Behandlungen immer wieder fest, dass wir Vieles richtig machen. Leider liegt unsere Aufmerksamkeit nicht darauf, sondern auf den Dingen,

  • die schief gehen und
  • auf unseren Fehlern

Warum vergleichen uns immer so, dass wir schlecht abschneiden müssen?

Wir sehen uns nie als den einzigartigen Solitär unter den vielen Edelsteinen, der wir sind.

Ich schaue mir also für den Monat März meine Facetten genau an.

Mach mit! Wo leuchtest Du am meisten?

Inspiration des Monats April

Was fällt Dir leichter als anderen?

Hierzu habe ich mir im Rahmen meines Blogbeitrags: Wir sind alle Superhelden ausführlich Gedanken gemacht.

Ich achte seitdem viel mehr darauf, was ich bei meinen Klienten an Besonderheiten wahrnehme. Ich nenne das „Geheime Superkräfte“ weil diese Talente, die wir in uns tragen, so selbstverständlich für uns sind, dass wir sie nicht wahrnehmen.

Das ist schade, denn diese Stärken könnten wir im Alltag viel besser nutzen wenn sie uns bewusst wären.

Meine Superkräfte

  • Das Haus in Ordnung halten und für die Familie sorgen
  • Kreativität
  • Empathie
  • Komplizierte Dinge einfach erklären
  • Tausend Dinge gleichzeitig organisieren
  • Ein Gedächtnis für Kleinigkeiten: Ich erinnere mich noch nach Jahren an Vieles, was mir meine Klienten erzählen
  • 100%ige Unterstützung ohne eigene Agenda

Was kannst Du besser als andere? Hier liegen Deine Superkräfte.

Inspiration des Monats Mai

Was war die beste Entscheidung Deines Lebens?

Mein erster spontaner Gedanke dazu war:

  • Meinen Mann zu heiraten und dann
  • Kinder zu bekommen

Interessant. Das ist also das wirklich Wichtige in meinem Leben? Zugegeben, das sind meine Lieblingsmenschen.

Ich liebe meine Arbeit außerhalb der Haushalspflichten aber viel mehr. Homeschooling ist auch nicht gerade meine Stärke.

Ich darf momentan mit vielen Klienten an ihren wirklich wichtigen Themen arbeiten und sie über längere Zeiträume begleiten. Es eröffnen sich neue Wege in der Zusammenarbeit mit meinem Mann.

Ohne ihn wäre ich sicher nicht da wo ich heute bin.

  • Ich bin zufrieden
  • Mein Leben ist spannend: mein Horror war es in häuslicher Langeweile zu enden
  • Meine Entwicklung geht stetig weiter

Vom heutigen Standpunkt her habe ich diese Entscheidung also richtig getroffen.

Was war die wichtigste Entscheidung Deines Lebens?

Inspiration des Monats Juni

Wann hat sich Dein Leben das letzte Mal angefühlt wie ein Abenteuer?

Ich muss lachen, wenn ich das lese. Denn mein Leben fühlt sich in den letzten Jahren immer wie ein Abenteuer an. Das ist so gewollt. Ich weiß morgens oft nicht, was der Tag für mich bringt.

Mein persönliches Horrorszenario ist ständige Wiederholung und Langeweile. Das gibt es bei mir zum Glück nicht. Im Gegenteil. Mein Mann und ich sind beide selbständig. Wir leben ohne Netz und doppeltem Boden.

Ich fühle mich dann wohl, wenn ich meine Talente auf mehreren Ebenen gleichzeitig nutze. Danach habe ich mein Leben ausgerichtet:

  • Die Familie erdet mich
  • Meine Klienten präsentieren immer neue spannende Arbeitsfelder
  • Ich arbeite immer weiter an mir und werden dadurch immer besser in dem was ich tue
  • Mit meinen Blogs erarbeite und teile ich wichtige Themen
  • Ich arbeite freiwillig, z.B. in der Flüchtlingshilfe

Ob mir das manchmal zu viel wird? Ja klar. Ich brauche Auszeiten, wo ich mein Arbeitspensum deutlich herunterschraube. In den großen Ferien zum Beispiel ist bei uns Chillen angesagt. Wir fahren nicht weg und lassen die Tage als Familie ruhig vorüberziehen.

Wann hast Du Dein letztes Abenteuer erlebt?

Inspiration des Monats Juli

Was inspiriert Dich?

Inspiration bedeutet schöpferischer Einfall, Gedanke; Erkenntnis; erhellende Idee, die weiterführt; Erleuchtung, Eingebung

Medizinisch bedeutet es Einatmen.

Inspirationen sind für mich die kleinen Überraschungen des Alltags. Ich liebe Erkenntnisse, dann wenn es klick macht und ich Zusammenhänge wirklich verstehe.

Ich lasse mich täglich inspirieren. Wenn ich

  • Meinen Klienten zuhöre
  • Mich mit Freunden austausche
  • Fach-Literatur lese oder einen Onlinekurs mache
  • Experten lausche, die begeistert von ihrem Fachgebiet sind
  • Miterlebe wie meine Kinder ein Problem lösen
  • Einen Blogartikel schreibe

Ich muss nur mit offenen Augen und Ohren durch meinen Alltag gehen. Neues zu denken, das macht mir Spaß.

Wenn Du meinen Blog liest, dann weißt Du, dass ich viel davon ausprobiere und umsetze. So lerne ich immer mehr dazu und mein Leben bleibt spannend.

Inspiration des Monats August

Liebst Du Dich? Warum? Warum nicht?

Ich arbeite seit Jahren daran mich selbst zu akzeptieren. Ich bin schon weit gekommen. Bei 100% bin ich noch nicht.

Wenn Du mehr wissen willst: Ich habe darüber eine 5-teilige Podcastserie gemacht und Blogbeiträge geschrieben wie Selbstakzeptanz bedeutet Freiheit.

Über das Thema Selbstliebe habe ich bisher noch nichts veröffentlicht. Eben weil ich noch nicht so weit bin.

Die meisten meiner Klienten, die behaupten sich selbst zu lieben, lieben eher die Idee.

Was bedeutet Liebe überhaupt? Sie besteht aus Akzeptanz und Kennen.

Meinen Kindern gegenüber drücke ich diese Liebe aus. Auch wenn sie etwas tun, das ich nicht mag, ändert das nichts an meiner Liebe zu ihnen. Ich sage ihnen das immer wieder. So sind sie sicher, dass meine Liebe immer da sein wird egal was passiert. Liebe ist ein Geschenk, das ohne Bedingungen gemacht wird.

Wie oft verknüpfen wir Bedingungen an unsere Selbstakzeptanz?

Zum Beispiel:

  • Wenn ich 5 Kilo verloren habe, dann finde ich mich schön.
  • Wenn ich die Prüfung geschafft habe dann bin ich stolz auf mich.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, finden wir die nächsten. Wir akzeptieren uns dann immer noch nicht. Von Selbstliebe ist das meilenweit entfernt.

Die Antwort auf diese Frage ist: Ich liebe mich noch nicht so wie ich könnte. Es gibt immer noch Dinge, die zu akzeptieren mir schwerfallen. Trotzdem höre ich nicht auf daran zu arbeiten.

Ich lerne mich immer besser kennen. Meine Wahrnehmung ändert sich – im Schneckentempo. Mein Ziel ist mich irgendwann vollständig zu kennen und zu akzeptieren also mich zu lieben.

Inspiration des Monats September

Was bringt Dich zum Lachen?

Humor ist meine Rettung. Insbesondere wenn es schwierig wird.

Ein Beispiel:

Ich übe schon lange bewusster durchs Leben zu gehen. Da wir einen großen Teil unseres Alltags im Autopiloten-Modus zubringen ist das nicht so einfach. Ohne Üben geht es nicht. Um nicht zu verzweifeln beobachte ich mich selber im Alltag mit einem Schmunzeln.

Wenn Du (innerlich) grinst:

  • Ist weniger Platz für negative Emotionen
  • Fällt es Dir schwer zu verurteilen: Dich oder andere
  • Lässt Du Dich nicht so schnell ärgern

An manchen Tagen fällt mir das leicht: Der Humor ist auf Standby. An anderen Tagen bedarf es einer bewussten Anstrengung ins Hier und Jetzt zu gehen und wahrzunehmen was für ein Gefühl bei mir andocken will und warum.

Lachen erdet

Ich arbeite mit meinen Klienten auch an schmerzhaften Themen. Trotzdem gelingt es oft mit Humor eine gewisse Leichtigkeit in die gemeinsame Arbeit zu bringen. Das erleichtert das Loslassen.

Inspiration des Monats Oktober

Was macht Dich stolz? Was würde Dich noch stolzer machen?

Stolz bin ich auf Dinge, die ich selbst geschaffen habe. Auf

  • Meine Arbeit als Expertin für Unsichtbares
  • Meine Blogs und meine Webseite
  • Die selbstgestrickte Doubleface Jacke im eigenen Design (Bild siehe unten)

Ich bin auch stolz auf gemeinsam Erreichtes: Auf

  • Meine Familie und wie wir miteinander umgehen
  • Die tolle Atmosphäre in meinem Teilzeit-Traumjob
  • Den wertschätzenden Umgang den ich in vielen Situationen des Alltags erlebe

Ich brauche keine Steigerung von stolz. Für mich ist wichtig immer wieder zu schauen: Bin ich auf dem richtigen Weg? Dem Weg der mir erlaubt

  • Mein Lebensthema und meine Lebensziele zu leben
  • Zufrieden und erfüllt zu sein
  • Jeden Tag etwas Neues zu lernen

Ich richte mich deswegen ständig neu aus. Das heißt ich bin mir bewusst welche Energie ich im Hier und Jetzt ausstrahle. Denn diese Energie erschafft meine Zukunft. Darauf bin ich stolz. Denn es war nicht einfach dahin zu kommen.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner