Im Juli 2025 entscheiden sich Inge Schumachers Eltern für einen gemeinsamen assistierten Suizid. Für die Autorin beginnt eine intensive Zeit voller Gespräche, organisatorischer Herausforderungen, innerer Konflikte und Abschiede. Eine Zeit, für die es kein Drehbuch gibt.
Dieses Buch schließt eine Lücke: Es verbindet den persönlichen Erfahrungsbericht einer Tochter mit fundierten Informationen, rechtlichen Grundlagen und gesellschaftlichen Hintergründen. Offen und differenziert beleuchtet Inge Schumacher
- den praktischen Ablauf einer Freitodbegleitung mit seinen Höhen und Tiefen
- die besondere Situation der Angehörigen
- die Frage, was Selbstbestimmung am Lebensende wirklich bedeutet
- sowie konkrete Impulse und Übungen im Umgang mit Trauer und familiären Altlasten
Ein berührendes, ehrliches und zugleich informatives Buch über Würde, Verantwortung und unsere Sterbekultur.
Ein unverzichtbarer Wegweiser für Betroffene, Angehörige und alle, die sich mit dem Thema assistierter Suizid auseinandersetzen wollen.
Buchcover

Vita Autorin
Inge Schumacher lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie in Hamburg. Sie ist die Älteste von vier Geschwistern. Sie war neun Jahre lang im Controlling und in der Unternehmensberatung tätig, bevor sie Heilpraktikerin wurde. Seit 18 Jahren praktiziert sie als Heilpraktikerin und Ursachendetektivin für körperliche Beschwerden. Sie ist Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und gibt Workshops in diesem Bereich.
Es ist ihr zweites Buch. Das erste hat den Titel „Jammern kannst du später“ und beschäftigt sich mit persönlicher Entwicklung und innerer Arbeit. Diese Themen spielen auch hier eine Rolle, wenn auch in einem ganz anderen Kontext.
In ihrem Blog über Persönlichkeitsentwicklung bringt sie ihrem stetig wachsenden Leserstamm komplexe Themen mit Authentizität, Klarheit und Praxisbezug nahe. Ihre Blogartikel werden über 15.000-mal im Monat geklickt.
Reflexion, Bewusstseinsarbeit und der Umgang mit existenziellen Fragen gehören zu ihrem Alltag. Dennoch hat sie bisher nichts so gefordert wie die Auseinandersetzung mit dem Sterben ihrer Eltern. Ausführlicher Lebenslauf, siehe LinkedIn Profil.
Aus dem Buch: Dürfen die das?
Auszüge
Selbstbestimmung und Würde
Meine Eltern sahen ihren Tod als konsequenten, letzten Akt von Selbstbestimmung. Für sie war es logisch, ihr Leben so zu beenden, wie sie gelebt hatten: bewusst, würdevoll und unabhängig. Für uns, die zurückblieben, war die Herausforderung der Spagat zwischen der Akzeptanz ihrer Entscheidung und der Trauer darüber, dass wir sie bald verlieren würden.
Behörden-Drama kurz vor Schluss
Zwei Tage vor dem geplanten Termin standen plötzlich Mitarbeitende des Gesundheitsamts vor der Tür. Meine Eltern wurden gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen, um prüfen zu lassen, ob sie „entscheidungsfähig“ seien. In einer Situation, in der sie alles bis ins Detail geplant hatten, wurden sie behandelt, als wüssten sie nicht, was sie tun. Für sie war das ein Albtraum und gleichzeitig ein Beweis, dass unser Staat seine Pflichten ernst nimmt.
Warum: „Dürfen die das?“
Dieses Buch ist aus meiner Erfahrung heraus entstanden. Ich schreibe es als Tochter, als Begleitende und als Hinterbliebene. Vor allem aber schreibe ich es, weil ich gemerkt habe, wie groß der Bedarf an ehrlichen, persönlichen und zugleich sachlichen Informationen zu diesem Thema ist. Denn als meine Eltern gingen, fehlten mir Wissen, Orientierung und vor allem Erfahrungsberichte.
Nach ihrem Tod führte ich zahlreiche Gespräche über assistierten Suizid. Fast immer ging es zunächst um ganz praktische Fragen: Was ist rechtlich erlaubt? Wie läuft so etwas ab? Was bedeutet das für die Angehörigen? Diese Gespräche veranlassten mich dazu, einen Blogartikel zu schreiben, den ich kurz nach der Beerdigung veröffentlichte. Die Resonanz war überwältigend: Innerhalb einer Woche wurde er mehr als 3.000-Mal gelesen, der dazugehörige Beitrag auf LinkedIn vielfach geteilt. Viele meldeten sich bei mir mit ihren eigenen Geschichten, Fragen und Unsicherheiten.
Mir wurde klar: Dieses Thema betrifft weit mehr Menschen, als ich geahnt habe und es gibt einen großen Bedarf, darüber zu sprechen und sich auszutauschen.
Buchdaten
- Das Buch ist Amazon Bestseller
- 226 Seiten, Taschenbuch (20 €) und E-Book (10 €) sind im Buchhandel erhältlich.
- Erschienen am 09.03.2026 bei: BoD Books on Demand GmbH
- ISBN: 978-3-6957-4792-4
Kontakt
E-Mail: Kontakt@IngeSchumacher.me, Telefon: 040 583891

Rund ums Buch
Am 23. April veranstalte ich eine Online-Lesung mit Diskussionsrunde.
- 28.03. 3 Minuten Porträt in der Serie Mensch. Hamburg vom Hamburg Journal. Hier geht’s zum Video.
- 21.03. Live zu assistiertem Suizid: 19:00 Uhr in der Pflegecommunity bei Skool von Gabriele Görnert. Es gibt dort eine Aufzeichnung.
- Podcast von Karin Ariel Sag doch was: (08.11.2025) https://podcast.karinabriel.com/episode/tabubruch-wenn-eltern-selbstbestimmt-entscheiden-ihr-leben-zu-beenden Die Geschichte vom Suizid meiner Eltern mündlich.
- Podcast: So wie du und ich, der Mutmacherpodcast, Veröffentlichung am 13. April 2026.
- Artikel im Hamburger Abendblatt am 03. April 2026
Das Buch eignet sich für:
- Lesungen
- Autorinnengespräche
- moderierte Gesprächsabende
- Veranstaltungen zu den Themen Selbstbestimmung, Angehörigenperspektive und gesellschaftliche Debatte
Rezensionen
„Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zu einem Thema, das in unserer Gesellschaft oft zu wenig Raum bekommt: Sterben, Abschied und der bewusste Umgang damit. Das Buch schafft es, diese Themen auf eine sehr persönliche und gleichzeitig zugängliche Weise zu vermitteln. Es zeigt eindrücklich, dass Abschied und Tod schwer sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass es sich um einen zutiefst natürlichen Prozess handelt, der, wenn man ihn bewusst und selbstbestimmt gestaltet, eine neue Dimension bekommen kann. Viele sachliche Informationen, Links und Anlaufstellen helfen dabei. Gerade diese Kombination aus Offenheit, Sachlichkeit und Menschlichkeit macht das Buch so besonders und wichtig. Es regt zum Nachdenken an und trägt dazu bei, ein Thema sichtbarer zu machen, das uns alle betreffen kann.“
Dr. Peter Hallberg: „In Deutschland sterben an jedem Tag 2700 Menschen. Die überwiegende Mehrzahl möchte weiterleben.
Wer das Alter mit seinen Malaisen nicht kennt, kann den Wunsch nur schwer verstehen, angesichts starker Schmerzen und Einschränkungen Erlösung zu finden. Erlebte Ausweglosigkeit und Verzweiflung sind Triebfedern jedes Suizidwunsches.
In dem authentischen Erfahrungsbericht von Inge Schumacher geht es um die letzten Fragen unserer menschlichen Existenz:
- Wie will ich sterben?
- Wie darf ich sterben?
- Wie muss ich sterben?
Dabei geht es nicht um die verzweifelte Kurzschlusshandlung des Selbstmörders im Affekt. Im Fokus steht das reflektierte, planvolle Vorgehen eines geordneten Freitodes unter Nutzung der im deutschen Raum legalen Möglichkeiten.
Der Titel des Buches stellt die Frage: Dürfen die das? Antwort: Ja, sie dürfen es, juristisch gesehen. Diese Klarstellung ist ein großer Verdienst der Autorin.
Das Buch ist in mehrerer Hinsicht wertvoll. Es ist Fundus für Suchende, denn es kann Planungsgrundlage für Entschiedene auf gleichem Weg sein. Inge Schumacher geht aber weit darüber hinaus, indem sie zu grundsätzlicher Reflexion anleitet:
„Das ist kein leichtes Thema, weil es uns zwingt, hinzusehen auf
- unsere Ängste
- unsere Werte
- unsere Endlichkeit.“
So gelingt es der erfahrenen Mentorin und Heilpraktikerin, echte Hilfestellungen zu geben.
Schließlich weitet sich der Blick auf die uns alle betreffende gesellschaftliche Dimension: Ist der Suizid „Ausdruck von Ausweglosigkeit und Verzweiflung, gegen die das soziale Umfeld hätte etwas tun können“?
Absolute Leseempfehlung für alle, die jenseits von Spaß und Beschäftigung an ihre Grenzen stoßen und bereit sind, sich unbequeme Fragen zu stellen.“